Geschichte

Die Anfänge der Wasserkraftnutzung im Engadin gehen bis gegen Ende des vorletzten Jahrhunderts zurück.

1954 Gründung der Engadiner Kraftwerke AG im "Neuen Posthotel" in St. Moritz.

Bei der Projektierung der Kraftwerkanlagen galt es, zwei grosse Schwierigkeiten zu bewältigen: Der fehlende Stauraum für Speicherseen auf Schweizer Boden und der Schweizerische Nationalpark als geschütztes Territorium im Projektgebiet.

1958 Abschluss des Staatsvertrags mit Italien für den Stausee Livigno. Das Referendum von Naturschutzkreisen und Kraftwerkgegnern gegen den Staatsvertrag mit Italien wurde in einer Volksabstimmung deutlich verworfen. Dem Schutzbedürfnis des Schweizerischen Nationalparks kam EKW entgegen, indem in Ova Spin nur ein kleines Ausgleichsbecken anstatt eines grossen Stausees gebaut wurde.

1962 Baubeschluss für die Internationale Stufe und die Obere Innstufe bis Pradella.

1970 Offizielle Betriebsaufnahme nach einer Bauzeit von rund 8 Jahren, Kosten ca. CHF 814 Mio.

1989 Baubeschluss für die Untere Innstufe Pradella – Martina.

1994 Offizielle Betriebsaufnahme nach einer Bauzeit von rund 3.5 Jahren, Kosten ca. CHF 580 Mio.

2014 Baubeschluss für das Gemeinschaftskraftwerk Inn unterhalb Martina.

 

Die ausführliche Geschichte der EKW ist im Buch von alt Direktor Robert Meier: "Die Engadiner Kraftwerke, Natur und Technik in einer aufstrebenden Region" (Vertrieb: Schweiz. Wasserwirtschaftsverband, Rütistrasse 3a, CH-5401 Baden; ISBN-Nr. 3-85545-129-X) beschrieben.